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Wegen der völlig widersprüchen Geüchte, die kursieren, hat der VEH Anlaufstellen in allen Bundesländern (West) mit einem kuzen, identischen Fragenkatalog angeschrieben.
Eine sehr schnelle Antwort kam von Herrn Lehmkuhl vom LWL in Münster.
Sie wird hier im folgenden dokumentiert.
Aus der Anlaufstelle in München kam ein Telefonanruf von Herrn Rösler, de allerdings mitteilte, dass er wenig bis nichts mitzuteilen habe, da die Regularien längst noch nicht feststehen. Und diese – das war zu erwarten – werden auch nicht von den Regionalstellen sondern von der zentralen Geschäftsstelle, bzw. eigentlich dem Ministerium festgelegt.
Hier nun unsere Fragen, bzw. die kursierenden Gerüchte und die Antworten aus Nordrhein-Westfalen:
VEH:
Ehemalige Heimkinder, die nachweisen können, im Heim gearbeitet zu haben, bekommen auf Antrag und gegen Unterschrift einer "Verzichtserklärung" einen Rentenausgleich. Zugrunde gelegt wird ein fiktives Gehalt von ca. 200 Euro/Monat und von diesem wird der Rentenanteil berechnet, auf die Rente aufgeschlagen, bzw. bei bereits bestehender Verrentung für die Monate/Jahre der Verrentung nachgezahlt.
Herr Lehmkuhl:
Anträge können formlos gestellt werden, ein Antragsformular gibt es insoweit nicht.
Unter dem Gesichtspunkt "Nachweisen" reicht eine Glaubhaftmachung aus. Das bedeutet, dass auch diejenigen, über die keinerlei schriftliche Unterlagen mehr vorhanden sind, bei ausreichender Glaubhaftmachung Rentenersatz erhalten können.
Es gibt keinen Aufschlag auf die Rente oder ähnliches. Vorgesehen ist eine Einmalzahlung als Rentenersatz. Die Höhe dieser Zahlung berechnet sich wie folgt: Für jeden Monat Arbeit (nach Beendigung der Schullaufbahn), den ein/e Betroffene/r ab einem Alter von 14 Jahren leisten musste und für den keine Rentenversicherungsbeiträge abgeführt worden sind, wird ein einmaliger Pauschalbetrag gewährt (170,00 € für einen ungelernten Mann; 200,00 für eine ungelernte Frau). Das heißt, eine ungelernte Frau erhält für ein Jahr Arbeit unter den genannten Voraussetzungen einen einmalige Rentenersatzzahlung in Höhe von 12 x 200,00 € = 2.400,00 €.
Eine Verzichtserklärung ist vorgesehen. Die genaue Formulierung und die Reichweite dieses Verzichts werden zurzeit noch auf Bundesebene geklärt.
VEH:
Ehemalige Heimkinder, die nachweisen können, im Heim gearbeitet zu haben, bekommen auf Antrag und gegen Unterschrift einer "Verzichtserklärung" eine Auszahlung von den o.g. ca. 200 Euro/Monat plus die Ausgleichsrente.
Herr Lehmkuhl:
siehe meine Antwort zu 1. Eine zusätzliche Ausgleichsrente ist nicht vorgesehen.
VEH:
Der Nachweis des Arbeitens im Heim gilt durch den Nachweis des Heimaufenthaltes als erbracht.
Herr Lehmkuhl:
Das gilt nicht automatisch. Wenn keine Unterlagen zu erlangen sind kommt es auf die Glaubhaftmachung an. M.E. können z.B. Arbeitsort und die Tätigkeit beschrieben werden. Über sonstige Erkenntnisse über die jeweilige Einrichtung sind hier Verifizierungen möglich.
VEH:
Es muss ein Nachweis erbracht werden, dass für gewerbliche Betriebe gearbeitet wurde (Wäsche für einen Hotelbetrieb gemangelt, das ehemalige Heimkind wurde "ausgeliehen" an einen Betrieb) - "nur" Arbeit im Heim wird nicht anerkannt.
Herr Lehmkuhl:
Das gilt so pauschal nicht. Z.B. gab es Erziehungseinrichtungen, die eigene Landwirtschaftsbetriebe unterhalten haben, oder Teil eines großen Krankenhausen mit eigener Wäscherei/Näherei oder einer eigenen Großküche waren. Tätigkeiten in diesen Bereichen müssen m.E. auch als rentenversicherungspflichtig angesehen werden.
Die Katze ist nun endgültig aus dem Sack:
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(Original-Verzichtserklärung/Hessisches Amt für Versorgung und Soziales - Frankfurt/Main)
Siehe dazu auch unsere Beiträge auf dieser Seite (Link)
Themen auf dieser Seite
Die Wahrheit ist: Es gibt keine Entschädigungszahlungen für ehemalige Heimkinder!
Egal wie oft von Bund, Ländern und Kirchen betont wird, egal wie oft es in den Medien wiederholt wird, dass es Entschädigungszahlungen gäbe - es gibt sie nicht.
Eine Entschädigung ist eine Zahlung, die darauf abzielt, den Verlust an Lebensqualität, an Lebenseinkommen, an physischer und/oder psychischer Gesundheit geldwert auszugleichen.
Dafür gibt es sogar Listen (Verlust eines Armes, eines Fingers, einer Hand, der Gebärfähigkeit, etc. pp.) auch wenn es pervers klingen mag.
Im Fall der ehemaligen Heimkinder aber handelt es sich Hilfsleistungen.
Genauer gesagt wird es gehen um: Rentennachzahlungen, Sachleistungen, Therapien.
Alle diese Leistungen wird es geben, wenn
sie beantragt werden,
Hierzu sollen sogenannte Anlaufstellen eingerichtet werden in den einzelnen Bundesländern.
Was bei diesem "Angebot" für die Überlebenden noch hinzukommt, liest man im Protokoll der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) am 26./27.Mai 2011 in Essen
Da heißt es nämlich u.a. in der Anlage zum Beschlussentwurf Punkt. 5 des TOP 6.4
"Die zentrale Stelle soll folgende Aufgaben wahrnehmen:
Sicherstellung von Zahlungen gegen Verzicht auf weiteres Verfahren - Befriedungsfunktion"
Und das ist dann an Verlogenheit und Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Denn normalerweise werden Schäden, bei denen es sich eben nicht um den Schaden an einer Person handelt, in Großverfahren verhandelt. Und dabei wird in der Regel zu einem Junktim gegriffen - will sagen, es werden Dinge zusammengeführt, von denen gesagt wird, dass das eine ohne das andere nicht in Frage kommt.
Beispiel:
Kirchen erklären sich bereit eine Summe zu zahlen, die den entstandenen Schaden ausgleicht.
Forderer (also ehemalige Heimkinder) erklären sich mit ihrer Unterschrift bereit, nicht weiter zu klagen, wenn die Summe akzeptabel ist.
Das wird solange verhandelt, bis beide Seiten sich mit der zu zahlenden Summe zufrieden zeigen.
Was aber gar nicht geht, ist das, was im Falle der Überlebenden geschehen ist:
Wie gesagt: Von Entschädigung kann keine Rede sein - eher von einem wahren Schnäppchen.
Für die Schadensverursacher nämlich!
Weitere Infos finden Sie hier: Arbeitskreis Fondverteilung der ehemaligen Heimkinder (AFH)
Strafanzeige eines gewissen Herrn Günter Klefenz vom 06. und 11.05.2010
"Ermittlungsverfahren gegen die Mitglieder des vormaligen Vorstandes des VEH e.V.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat das Ermittlungsverfahren am 15.08.2011 gemäß
§ 170 Abs. 2 StPO eingestellt, weil eine Straftat nicht nachzuweisen ist.
Die gegen den Einstellungsbescheid eingelegte Beschwerde des Anzeigenden ist
durch die Generalstaatsanwaltschaft am 01.11.2011 im Wege der Dienstaufsicht
als unbegründet zurückgewiesen worden."
Am 22. November 2011 wird Antje Vollmer mit dem "Hans-Ehrenberg-Preis" geehrt. Der Preis soll erinnern an Hans Ehrenberg, einem jüdischen Mann, der zum Christentum konvertierte, evangelischer Pfarrer wurde, sich maßgeblich am Aufbau der "Bekennenden Kirche" in Nazi-Deutschland beteiligte und versuchte, den Nazis etwas entgegenzusetzen.
Hans Ehrenberg wurde von einer Kirche fallengelassen, die es vorzog, sich mit den Nazis zu arrangieren, seine Wohnung wurde in der Reichspogromnacht (1938) verwüstet, er wurde in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Dank der Intervention des anglikanischen Bischofs von Chichester, George Bell, konnte er 1939 nach England emigrieren.
Bei der Begründung der Preisverleihung wird u.a. auf A. Vollmers Arbeit als Moderatorin des Runden Tisches Heimerziehung hingewiesen. Dies ist einer großen Zahl von Überlebenden bitter aufgestoßen.
Eines unserer Mitglieder hat kurzer Hand eine Demonstration in Bochum vor der Christuskirche angemeldet! Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Ehemalige und/oder SympathisantInnen dieser Demonstration anschließen würden!
Siehe auch unsere Seite Preisverleihung dazu.
Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer!
Demo
am 22.November 2011
um 17:30 Uhr
vor der Christuskirche in Bochum
| Erste Reaktionen auf die Demo in Bochum |
Demo LWL (Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe) 10. Dezember 2011 Münster/Westf.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind ein loser Zusammenschluss ehemaliger Heimkinder und werden am Samstag, den 10. Dezember 2011 in Münster/Westf. vom Hauptbahnhof zum LWL-Gebäude gehen um dort zu demonstrieren.
Anlass für diese Demonstration ist das Verhalten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) den ehemaligen Heimkindern gegenüber. Der Leiter dieser Institution, Herr Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, sagte anläßlich der Vorstellung der Dokumentation
"Heimkinder und Heimerziehung in Westfalen 1945 - 1980", am 14. Dezember 2010:
"Ich bitte alle ehemaligen Heimkinder, die in westfälischen Heimen statt einer geschützten Kindheit, Gewalt und Erziehung durch Arbeit erfahren haben, um Entschuldigung!" - 120 geladene Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft und einige ehemalige Heimkinder hörten diese Worte am 14. Dezember 2010 in der Aula des LWL zu Münster.
Nach fast genau einem Jahr stellen wir ehemaligen Heimkinder fest, dass außer dieser unverbindlichen Geste von damals nichts weiter passiert ist!
Warum nicht, so fragen wir uns.
Weil der LWL immer noch nicht verstanden hat, warum er gefordert ist!
Der LWL soll für das kollektive Schweigen, das jahrzehntelange Verheimlichen und Vertuschen bezahlen, mit dem der LWL an den Opfern von Zwangsarbeit und des sexuellen Missbrauchs in seinen Einrichtungen als Aufsichtsbehörde ein zweites Verbrechen begangen und Millionen verdient hat!
Das wollen wir in Münster klar aussprechen!
Demo-Beginn und Ort: Samstag, 10.12.2011 ab 12:00 Uhr, Bahnhofvorplatz, Münster/Westf.
Weg/Ziel: Gehweg Bahnhofstr. in Richtung Warendorfer Str. dann LWL-Gebäude, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Ende ca. 17:00 Uhr.
Teilnehmer: ca. 50 - 200 Personen.
Ansprechpartner für die Demo:
Reiner Klein
fon: 05223-792807
fax: 05223-792834
Mob: 0177-4107127
Hier täglich die neuesten Infos im Blog
DRINGEND - DRINGEND - DRINGEND - DRINGEND - DRINGEND
Alle Ehemaligen, die im Konradihaus in Schelklingen waren, mögen sich melden. Es liegen alte Akten zur Einsicht bzw. zur Kopie in dem Haus! Diese sollen, falls sich keine Ehemaligen melden, die Interesse an ihren Akten haben, demnächst abgegeben werden. D.h. es kann gut sein, dass sie ab Anfrang des Jahres 2012 in den Archiven der katholischen Kirche verschwinden und dann nur noch unter großen Schwierigkeiten einzusehen sind!
Wer also Interesse an seinen Akten hat, möge sich melden bei
Helmut Klotzbücher (Tel.: 07731-797204, eMail: veh.ev@web.de).
Herr Klotzbücher vermittelt bei Bedarf den Kontakt!
FERNSEHFILM – "Schläge im Namen des Herrn"
Aus der Regionalausgabe der Mitteldeutschen Zeitung vom 4. Oktober 2011
SEEBURG / MZ [ re Schloß Seeburg am Süßen See, bei Eisleben, im Harzvorland ( Landkreis Mansfeld-Südharz ) ]
Film ab heißt es am Süßen See. Für das ZDF wird am 19. bis 27. Oktober am Seeburger Schloss gedreht.
Dort werden die Außen-Aufnahmen zum TV-Film „Schläge im Namen des Herrn“* enstehen.
Die Hauptrollen sind mit den bekannten Schauspielern Senta Berger und Matthias Habbich besetzt.
Der Fernsehfilm behandelt die weitverbreitete Misshandlung von Kindern
in kirchlichen und staatlichen Heimen Westdeutschlands zwischen 1945 und 1970.
Regie führt der Filmemacher Dror Zahavi,
der sich neben Tatort- und Polizeiruf-Verfilmungen vor allem mit dem
preisgekrönten Historien-Zweiteiler „Die Luftbrücke“ mit Heino Ferch verdient gemacht hat.
*Nach dem gleichnamigen Buch von Peter Wensierski.
"Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik."
In seinem im Februar 2006 veröffentlichten Buch schildert Peter Wensierski die tragische Geschichte
zahlreicher deutscher Heimkinder in den 50er- und 60er-Jahren
und rief mit diesem in Vergessenheit geratenen Schicksal ein großes Medienecho hervor.
Das Buch führte auch dazu, dass man sich im Bundestag des Themas annahm und die Menschen,
die unter den Verhältnissen in den Heimen litten und teils schwer misshandelt wurden,
nun auf eine Wiedergutmachung hoffen können.
Sie hoffen immer noch!
Spiegel-Buchverlag in der Deutschen Verlags-Anstalt, München 2006, ISBN 3-4210-5892-X
Wer soll das bezahlen? Wer hat soviel Geld? Wer hat soviel Pinke-Pinke, auf der ganzen Welt?
Verluderte Moral? Erzbischof Zollitsch und ein Bettelbrief
Helmut Klotzbücher hat einen Brief erhalten. Briefsendungen erhalten Millionen Menschen täglich. Also ist das nicht ungewöhnlich. Interessant wird die Geschichte erst, wenn man Briefabsender, Empfänger und den Briefinhalt näher kennenlernt.Der Absender ist Robert Zollitsch. Er ist Freiburger Erzbischof und zur Zeit „Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz“. Dieses Gremium ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland.
Helmut Klotzbücher ist Pressesprecher des “Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.” (VeH), jener Gruppe, die vor einigen Jahren durch eine Petition an den Deutschen Bundestag den „Runden Tisch Heimerziehung“ unter Vorsitz der ehemaligen Grünen-Politikerin und Pastorin Antje Vollmer erreicht hat.
*Weiter unten ist ein Link um den Kommentar von Helmut Jakob fertig zu lesen.
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*Den Kommentar von Helmut Jakob fertig lesen.
Im Kirchgarten im Kloster Oberzell
„Dort, wo die Menschenwürde in Trümmern liegt, durch sorgsames Zusammenfügen der kleinsten Teile die Gott-ebenbildlichkeit wieder herzustellen, welch schöne wenn auch höchst schwierige Aufgabe (Antonia Werr). Wir erinnern uns an die Heimerziehung der 50er und 60er Jahre. Schuldig geworden am Auftrag unserer Gründerin bitten wir um Vergebung",
Jüngst geschehen im katholischen Irland... Und bei uns?
Im Irischen Parlament geißelte der Premierminister, Enda Kenny "nun 'die kaputte, weltfremde, elitäre Kultur' des Vatikans. Die Kirchenzentrale schwelge im 'Narzissmus', sie spiele 'die Vergewaltigung und Folter von Kindern' herunter und sei in all ihrem Tun einzig bemüht, den schönen Schein aufrechtzuerhalten. Die Mehrheit der Iren bejubelte ihren Premier für diese Worte. Und der Vatikan zog erschrocken seinen Nuntius ab - wohl auch, um einer formellen Ausweisung zu entgehen.
Justizminister Alan Shatter arbeitet bereits an einem Gesetz, das den Schutz von Kindern "über interne Regeln von religiösen Gruppierungen" stellen soll: Wer von Kindesmissbrauch erfährt, muss die Polizei einschalten. Tut er das nicht, drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Die Kirche läuft Sturm gegen dieses Projekt, denn dieses Gesetz würde auch das Beichtgeheimnis beschneiden."
Siehe auch (Spiegel online)
Aus meiner Sicht:
Zur Show am 11.09.2011 in der Friedenskirche in Berlin.
Als größter Heimkinderverein in Deutschland und als derjenige, der mit seiner Petition an den Bundestag den „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) und damit diese „Entschuldigungsshow“ der evangelischen Kirche erst angestoßen hat, wurde der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) nicht einmal zu dieser merkwürdigen Veranstaltung eingeladen worden. Das erinnert uns fatal an die Auslese, die man schon beim RTH vorgenommen hatte.
Anscheinend sind nur solche Ehemaligen willkommen, die auch ordentlich und brav den Mund halten und den Ablauf dieser "Entschuldigungsorgie" nicht stören.
Wie man im Vorfeld vom Hören-Sagen hörte, wurden ehemalige Heimkinder gezielt ausgesucht und eingeladen.
Nach dem das geschehen ist, erklärt man die dann anwesende Öffentlichkeit zum Publikum. So etwas rockt ungemein! Es ist ja keine geschlossene Veranstaltung mehr!
Wir wünschen ihnen Ehemalige, die bis zum heutigen Tag ihren unerträglichen Schmerz rausbrüllen! Menschen, die man als Kinder und Jugendliche bis aufs Blut quälte, die aber als Umsatzbringer den Heimträgern und deren Kirchen höchst willkommen waren.
Diese Kinder, die man mit Zwangsarbeit, Prügel und Verachtung für ihr späteres Leben erzog, sollen nun mit in den Chor der Evangelikalen einstimmen. Sich sagen lassen, wie schrecklich doch all das gewesen ist. Sich ein bisschen bemitleiden lassen und dann ab dafür.
Vielleicht wird noch, wie es Frau Vollmer als evangelisches Kirchenmitglied und Vikarin es schon so schön vormachte, den „Zeitgeist“ aus der Klamottenkiste holen. Ausgerechnet diese Kirche, deren Mitglied Frau Vollmer ist, die alles, aber auch alles, im Schulterschluss mit den Nachfolgern der Täterorganisationen am RTH daransetzte, zu verniedlichen und schön zu reden, stellt sich nun hin und will die Vergangenheit ad Acta legen.
Nach wie vor stehen wir, der VEH, solchen theoretischen Lippenbekenntnissveranstaltungen höchst skeptisch gegenüber. Wenn sie dann auch noch an einem nicht gerade neutralen Ort stattfinden, ist bei einigen Heimkindern Widerwille vorprogrammiert. Sie stören sich daran, dass es in einer Kirche stattfindet.
Eine neutrale Alternative war anscheinend gar nicht vorgesehen. Ein sakraler Touch musste wohl her.
In solch einem Gewölbe rollen die gesprochenen, um Verzeihung heischenden Worte anders. Das bringt etwas Hallendes, gar Geistliches in den Sinn oder Unsinn solch eines Vergangenheitsbewältigungstreffens.
Eine Ehrfurcht gebietende Veranstaltung soll es natürlich auch sein. Vielleicht auch eine Verklärung, ja eine Heimholung durch den heutigen Klerus, „der doch ganz anders als der damalige ist.“
Wie man sicherlich annehmen kann, sind viele Ehemalige - aus beiden Konfessionen - nach ihren fürchterlichen Erfahrungen und Erlebnissen aus den Kirchen ausgetreten. Nun sollen sie wieder in einer Kirche zusammen kommen, den Mund halten und zuhören, was die Nachfolger der ehemaligen Täter da von sich geben.
Seit sich die evangelische Kirche zu Beginn der im Versuch stecken gebliebenen Aufarbeitung der unglaublichen Menschenrechtsverbrechen an Kindern und Jugendlichen ertappt sah, hagelt es eine Entschuldigung nach der anderen. Man mag sie nicht mehr hören. Und jetzt auch noch diese unsägliche, wohl krönende Veranstaltung, die allem Anschein nach einen Schlussstrich unter die nicht einmal im Ansatz aufgeklärte und aufgearbeitete Vergangenheit setzen soll.
Ein Hohn für all die Heimkinder, die sehr wohl noch einiges zu dem, was man ihnen angetan hat, zu sagen hätten. Das reicht noch für das nächste Jahrzehnt!
Die Fragen die sie noch haben, scheinen immer allerdings immer uninteressanter zu werden.
Besonders die eine Frage: Wo sind die Heimakten geblieben?
Die evangelischen Kirchenoberen und ihre Talar-Angestellten scheinen da einen Hörsturz nach dem anderen zu bekommen. Sie verweisen auf die staatlichen Jugendbehörden und haben nicht einmal, abgesehen von ein paar wenigen Fällen, ihre Hilfe bei der unterstützenden Suche angeboten.
Das ist dann wohl tätige Nächstenliebe auf lutherisch!
Weiterhin fehlt die öffentliche und uneingeschränkte Bereitstellung von Archivmaterial, um die ungeheuerlichen Verbrechen, die man unschuldigen Kindern und Jugendlichen angetan hat, beim Namen zu nennen.
Hier und da werden Büchlein und Jubiläumsfestschriften gedruckt, in denen die furchtbaren und eklatanten Menschenrechtsverletzungen keinen Platz haben. Da lobt man sich über die Jahrzehnte hinweg und vergisst wohlweislich sich an die eigene praktizierte schwärzeste Pädagogik zu erinnern.
Heißt nicht eines der 10 Gebote, die diese Prediger gleichsam ständig vor sich hertragen nicht „Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen...“? Spätestens jetzt weiß man über die Verlogenheit der Prediger im Namen des Herrn Bescheid.
Man wühlt wohl nicht gern im eigenen Dreckhaufen. Es könnte ja schmutzige Finger geben.
Ab und an wird stolz von den evangelischen Kirchenchefs verkündet, dass Wissenschaftler, die zudem manchmal auch noch zur eigenen Fraktion gehören, Dokumentationen gefertigt haben. Diese seien zu loben! Vorausgesetzt, dass das Geschriebene denn auch mit der eigenen Sichtweise und der manchmal sehr eigenen Wahrheit übereinstimmt.
Der VEH e.V. als einer der international größten Heimkindervereine fordert auf, mit den unsäglichen Lippenbekenntnissen aufzuhören und endlich Taten folgen zu lassen!
Viele Heimkinder leben am Existenzminimum. Ihnen helfen keine kirchlichen Veranstaltungen und keine kirchlichen Segnungen aus dem Handgelenk heraus.
Das angetane Unrecht ist, wenn überhaupt, nicht mit noch so schönen Worten gut zu machen.
Wir, die Überlebenden der an uns praktizierten „christlichen Nächstenliebe“ erwarten umgehende, unbürokratische Hilfen. Es muss Schluss sein mit der Verzögerungstaktik! Wir fordern, wie bei den "Rettungsschirmen für marode Euroländer" - die ja auch nicht erst lange verhandelt wurden, endlich Vollzug der Heimkinder-Soforthilfe.
Weiterhin mahnen wir Entschädigungen an, die diesen Namen tatsächlich verdienen und sich nicht auf den geplanten 120 Millionenfonds beschränken, der im höchsten Fall für einige Therapien und Einmalzahlungen ausreicht und für uns ein Hohn und eine erneute Demütigung bedeutet.
Wir betonen zum wiederholten Mal:
Wir fordern eine Opferrente für ehemalige Heimkinder in Höhe von monatlich 300 €, oder eine Einmalzahlung von 54.000 €. Nicht mehr und nicht weniger!
Der Vorstand des Verein ehemaliger Heimkinder e. V.
Offener Brief des VEH e.V. an die Bundeskanzlerin Angela Merkel
anlässlich des Papstbesuches.
Am 08.09.2011 an Frau Merkel persönlich sowie
an ca. 200 Pressestellen und Internet Presseportale geschickt.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
der 22. September 2011 ist ein wichtiges Datum im Kalender ehemaliger Heimkinder ebenso wie ehemaliger Schüler und Schülerinnen katholischer Internate und zahlloser anderen Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in die Hände von katholischen Priestern und Nonnen, Ordensleuten, Sozialarbeitern fielen:
Es ist der Tag, an dem die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland unübersehbar entscheiden kann und wird, ob das von der Politik propagierte Mitgefühl für unsere Leiden wahrhaftig ist oder ob es – mitsamt des „Runden Tisches Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ und des „Runden Tisches sexueller Kindesmissbrauch“ - lediglich ein Mittel war, uns in relativer Sicherheit zu wiegen und in Wahrheit sämtliche gerechten Ansprüche auf Aufklärung der eklatanten Menschenrechtsverletzungen, Entschädigung und Entschuldigung hinauszuzögern und letztendlich im Papierkorb der Geschichte verschwinden zu lassen.
Wir bitten Sie eindringlich, Frau Bundeskanzlerin, Ihren Einfluss als führende Frau in unserem Land geltend zu machen und den Papst zu einer Öffnung sämtlicher Archive und Kirchenbücher der Orden und Bistümer und des Vatikans zu bewegen.
In diesen Akten liegen die Beweise für unser Leiden. Liegen praktisch unsere Leben! Wir brauchen, um in Frieden mit uns selbst leben zu können, eine möglichst lückenlose Aufklärung aller an uns begangenen Verbrechen, seien sie psychischer, physischer oder sexueller Art!
Wir bitten Sie ebenso dringend, den Papst zu überzeugen, dass seine Kirche die zahllosen Opfer – die meisten von ihnen sind heute alte Menschen, die in tiefer Armut leben – angemessen entschädigen muss, selbst wenn dies auf Kosten des unermesslichen Reichtums dieser Kirche geht. Und dass diese seine Kirche mit gutem Beispiel vorangehen muss und Bund, Länder und auch die evangelische Kirche auffordern muss, dass eine für die Überlebenden dieser innerkirchlichen Verbrechen vorgesehene Entschädigung auf keinen Fall eine neue Demütigung bedeutet, sondern wenigstens einigermaßen dem Verlust der Lebensqualität und des Lebenseinkommens Rechnung trägt.
Übermitteln Sie ihm, dass Sie sich mit uns solidarisch erklären und es nicht hinnehmbar finden, dass die Kirche weiterhin Kinderschänder schützt, ihre Taten vertuscht und es zulässt, dass es mit Hinweis auf „Verjährung“ nicht zu einem Strafprozess bzw. einer Schadensersatzklage kommt.
Da wir keine Gelegenheit haben werden, den Papst persönlich zu sprechen, sagen Sie ihm bitte von uns: Unsere Qualen verjähren niemals! Geben Sie uns mit Ihrer Haltung den Glauben zurück: Den Glauben daran, dass dieses Land auch unseres ist.
Mit freundlichem Gruß
Für den Vorstand
Dirk Friedrich, 2. Vorsitzender
Heidi Dettinger, Schriftführerin
Aufruf zu regionalen Kennenlerntreffen
Aus Reihen der Mitglieder wurde wieder einmal der Wunsch geäußert, Kennenlerntreffen zu organisieren. Dieses Vorhaben wird vom Vorstand sehr positiv gesehen und nach unseren Möglichkeiten unterstützt. Mitglieder, die sich schon für die Organisation solcher Treffen zur Verfügung gestellt haben, sind:
| Trier/Rheinland-Pfalz und Saarland |
Roswitha Allingham, Tel. 06501-605283 (nachmittags). Falls sie nicht zu erreichen ist, hinterlassen Sie ihr eine Nachricht – sie ruft zurück oder schicken Sie ihr eine Mail: roswitha.allingham@gmx.de |
| Baden-Württemberg |
Helmut Klotzbücher, Tel. 07731-797204, Mail: typotypen@googlemail.com |
| Nordrhein-Westfalen |
Jürgen Kriebel, Tel. 02306-9129353, Mail: h.j.kriebel@t-online.de |
| Raum Mittelfranken |
Lothar Conrad, Tel. 0911-5075999, Mail: Mittelfranken@vehev.info |
Wir freuen uns über einen viel versprechenden Anfang und ein hoffentlich gutes Gelingen. Und: wenn Sie selbst ein Kennenlerntreffen organisieren möchten, melden Sie sich bitte bei Heidi Dettinger oder Dirk Friedrich. Der Vorstand stellt gern die ihm zur Verfügung stehende Infrastruktur zum Bekanntmachen ihres Vorhabens:
„So haben wir es erlebt“
Eine Veranstaltung zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Schicksal
ehemaliger Erziehungszöglinge aus dem Vincenzheim Dortmund der 50er-70er Jahre.
| Wann |
Freitag den 2.September 2011, 16.00 Uhr |
| Wo |
Jugendamt Dortmund Raum 350 Ostwall 64 44135 Dortmund Tel. 0231- 502 25 12 |
| Wegbeschreibung |
Vom Dortmunder Hauptbahnhof nehmen Sie die U-Bahn: U41, U45, U47 oder U49 und steigen an der Haltestelle "Stadthaus" aus. |
| Ansprechpartner und Kontaktadresse |
Marlies Löhr Möchten Sie Ihre Erlebnisse vortragen, melden Sie sich bitte |
Der "RundeTisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre" (RTH) hat nach zweijähriger Tätigkeit in seinem Abschlussbericht Empfehlungen ausgesprochen, welche von einer überwältigenden Mehrheit ehemaliger Heimkinder abgelehnt werden.
Neben dem viel zu kleinen Zeitfenster (50er und 60er Jahre) blieben ganze Personengruppen (Heimkinder der ehemaligen DDR, Heimkinder mit Behinderung; Säuglinge) ebenso außen vor, wie bestimmte Fragestellungen.
Beispielsweise wurde kaum oder gar nicht geredet über:
Medikamentenvergabe,
sexuelle Gewalt war ein Randthema,
nicht in die Beratungen eingeflossen sind z.B.
die verbale sexuelle Gewalt,
die Nacktfotos,
das Befummeln,
das Zuschauen bei Intimwäsche,
Frauenarzt,
Toilettengang;
Die tägliche Kinderarbeit auf Kosten der Schulbildung
Spätfolgen für Säuglinge und Kleinkinder;
Suizide, Suizidversuche und ungeklärte Todesfälle in allen Heimen
- vom Säuglings - bis hin zum Erziehungsheim.
Der Bundestag hat sich in einer kaum besuchten Sitzung mit großer Mehrheit den Empfehlungen des RTHs angeschlossen und damit eine weitere Hoffnung auf Gerechtigkeit, auf Entschädigung und letzten Endes auf Frieden für die Opfer deutscher Heimerziehung zunichte gemacht.
Aber wir werden keine Ruhe geben, wir werden weiter auf unserem Recht bestehen, wir werden dort weiter arbeiten, wo der RTH jämmerlich versagt hat!
In einer Podiumsveranstaltung werden wir unter dem Motto
"So haben wir es erlebt"
über unsere Erlebnisse und Erfahrungen aus unserer Zeit im Vincenzheim Dortmund berichten und uns kritisch mit der nicht aufgearbeiteten Geschichte auseinandersetzen.
Fragen und Beiträge des Publikums sind erwünscht.
"Das Vergangene ist nie tot, es ist nicht einmal vergangen" (W. Falkner)
Unser Mitglied Uwe Werner teilte uns mit, dass er gegen einen von zwei katholischen Pfarrern klage (einer ist inzwischen verstorben), die ihn unter Drogen gesetzt und ihm im wehr- und bewusstlosen Zustand sexuelle Gewalt angetan haben. Uwe Werner kämpft in diesem Prozess auch um seine Glaubwürdigkeit.
Der von unserem Mitglied beschuldigte ehemalige Pfarrer überzieht diesen nun mit einstweiligen Verfügungen, um zu verhindern, dass Uwe Werner mit seiner Beschuldigung an die Öffentlichkeit geht.
Nun hat es auch uns "erwischt". Der Anwalt des Beschuldigten ließ uns wissen, dass wir "den fraglichen Beitrag (Bericht von Uwe Werner über seine Vergewaltigung, in dem er die Namen der Beschuldigten nennt, d. Verf.) umgehend (...) vom Netz zu nehmen bzw. eine Berichterstattung zu unterlassen (haben), in der in diesem Zusammenhang mein Mandant erkennbar wird. Sollte dies nicht geschehen, müssen Sie mit gerichtlichen Schritten rechnen."
Wir haben beschlossen, uns dieser Drohung zu beugen - ohne damit jedoch auszudrücken, dass wir die Glaubwürdigkeit von Uwe Werner auch nur für einen Augenblick in Zweifel zögen. Wir werden auch weiterhin mit ihm solidarisch sein und sind uns sicher, dass der Vergewaltiger für sein Verbrechen wird zahlen müssen!
Der Vorstand (23.01.2012)
Sexuelle Gewalt in der katholischen Kirche - Vergangenheit?
Wieder einmal hat ein Priester aus dem Bistum Hildesheim "sexuellen Missbrauch" zugegeben. Seit Ende Juni wird - nicht zum ersten Mal - gegen den Geistlichen ermittelt. Bereits 2006 wurde eine Anzeige gegen ihn geprüft. Damals hatte die Staatsanwaltschaft noch gemeint, nicht genügend Beweise für einen "Anfangsverdacht" zu haben... Letzten Freitag nun ist der Mann festgenommen worden und hat gestanden (in dem Fall, den er hat zugeben müssen!), vor ca. 7 Jahren einen 10-Jährigen mehrfach vergewaltigt zu haben! Jetzt sitzt der Täter in Untersuchungshaft.
Unsere beliebte Sonderbriefmarkenserie "Heimkinder und die Politik" ist nun zu haben. Klicken Sie auf untenstehenden Link (Sondermarke), schauen Sie sich den Bogen mit den wunderbaren Sondermarken an. Und wenn Sie genug geschmunzelt oder laut gelacht haben, können Sie sich den Bogen gern runterladen, ausdrucken, verschenken, verschicken, auf Briefe kleben oder auf Postkarten, Autos, Möbel, Wände... Denken Sie aber dran: Die Post hätte gern noch "normale" Briefmarken auf all dem sehen, was sie befördern soll! Leider!
Weitere Informationen zum Druck (oder was tun, wenn Sie die Marken NICHT drucken können, sie aber trotzdem gern hätten!) finden Sie auf der PDF-Datei.
Wenn Sie Satirepostkarten möchten, finden Sie diese hier.
Mitteilung von der Rechtsanwaltskanzlei Nieporte
Herr Ludes (Rechtsanwaltskanzlei Nieporte) hat mitgeteilt, dass inzwischen 54 (VIERUNDFÜNFZIG!) Zusagen von Rechtschutzversicherungen für Kostenübernahmen bei Prozessen von Heimkindern vorliegen. VIERUNDFÜNFZIG!
Um das mal richtig nachzuvollziehen:
Anfänglich gab es keine einzige Rechtschutzversicherung, die zusagen wollte - alle haben nur abgewunken. Heimkinder? Nee, ist doch längst verjährt, kommt gar nicht in Frage. Und dann haben sich Rechtsanwälte mit all ihrem Wissen daran gesetzt, haben stundenlang getüfftelt, geschrieben, telefoniert und haben die Zusagen errungen. Das war ein ziemlich harter Kampf.
Das heißt:
Rechtschutzversicherungen sagen nur dann zu, wenn sie zumindest die Aussicht auf Erfolg sehen. Und irgendwann gibt es einen Domino-Effekt: Die Versicherungen werden sich dran gewöhnen, dass sie uns nicht einfach abhängen können, die Richter und Gerichte werden sich daran gewöhnen, dass wir da sind und uns nicht abwimmeln lassen!
Und es heißt auch,
dass es irgendwann ein paar Präzendenzfälle geben wird, auf die sich die Richter beziehen können (und werden).
Und dass es auch für diejenigen einfacher wird, die KEINE Rechtschutzversicherung haben!
Zu Ehren des Vereins ehemalge Heimkinder, Deutschland
wird von Armgart Wisent im Negev/Israel ein Olivenbaum gepflanzt.

Was Frau Rupprecht vergessen hat:
Im Kammergerichtsverfahren 2009 (der VEH e.V. versuchte, seine legitimen Ansprüche auf eine Neubesetzung der HeimkindervertreterInnen gerichtlich durchzusetzen, nachdem Frau Vollmer sich plötzlich weder an schriftliche, mit dem VEH e.V. getroffene Vereinbarungen hielt, noch auch nur die immer dringender werdenden Briefe des VEH e.V. zu beantworten) schien die Richterin dem Anliegen des VEH e.V. durchaus positiv gegenüber zu stehen, auch Verhandlungen im Vorfeld hatten diesen Eindruck ergeben. Dann wandte sich Marlene Rupprecht mit großer Vehemenz an die Richterin und sagte, dass der RTH "platzen" würde, wenn neue VertreterInnen, Mitglieder des VEH e.V. an den Tisch kommen würden.
Zwar waren tatsächlich während der letzten Sitzungen des RTH bis zu 6 HeimkindervertreterInnen anwesend, wie Marlene Rupprecht ausführte. Allerdings waren 3 von ihnen Stellvertreter ohne Rede- oder Stimmrecht.
Bei der letzten Abstimmung um den Abschlussbericht sollten mit einem Mal alle VertreterInnen stimmberechtigt sein.
Die HeimkindervertreterInnen hatten beschlossen, NICHT über einen Abschlussbericht abzustimmen, mit dem sie so nicht einverstanden waren. Besonders über die Entschädigungen schieden sich die Geister. Die VertreterInnen der Heimkinder verließen den Saal, um sich der Abstimmung zu entziehen. Frau Rupprecht und Frau Vollmer sind zu ihnen rausgegangen und drohten damit, dass der RTH "platzen" würde, wenn keine Einstimmigkeit erzielt werden würde...
Einer der Stellvertreter weigerte sich weiterhin abzustimmen. Ihm wurde kurzerhand beschieden, dass er ja sowieso nur Stellvertreter sei und somit kein Stimmrecht habe. 5 von 6 - das heißt dann einstimmig. Rechenkünste...
Ein weiterer Stellvertreter meldete sich bereits am Tage der Pressekonferenz, in der Frau Vollmer mit viel PiPaPo den Abschlussbericht vorstellte, bei der Gegenpressekonferenz des VEH e.V. zu Wort und berichtete in die Mikrofone der anwesenden Journalisten von Presse, Fernsehen und Radio von dem schier unglaublichen Druck, welcher auf die Heimkindervertreter ausgeübt worden war. Er nannte das Zustandekommen der Abstimmung schlicht "Erpressung"!
Selbiger Stellvertreter machte dies noch einmal in einem Schreiben geltend, welches - an die SPD-Bundestagsfraktion geschickt - mit Sicherheit auch Frau Rupprecht bekannt sein dürfte!
Inzwischen haben sich - bis auf einen einzigen "Vertreter" der ehemaligen Heimkinder - alle gegen ihre erpresste Zustimmung ausgesprochen. Öffentlich. Hör- und lesbar. Und sind mit genau den Forderungen an die Öffentlichkeit getreten, die auch der VEH e.V. unterstützt: 300 Euro monatliche Opferrente oder auf Wunsch eine Einmalzahlung von 54.000 Euro für alle Heimkinder. Besonders schwer geschädigte Heimkinder haben weiterhin das Recht, eine höhere Entschädigung wegen der besonderen Schwere ihrer Schädigung einzuklagen.
Der geneigte Leser mag nun selbst entscheiden:
Antworten auf unser Schreiben an die BundesparlamentarierInnen
Inzwischen sind einige Antworten eingetroffen und es gibt durchaus Vorstellungen, wie es gehen könnte, ehemalige Heimkinder gerecht zu entschädigen darunter.
Hier finden Sie eine interessante Aussage!
Stellungnahme des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 6. Mai 2011 zu dem Schreiben (des VEH e.V. an alle Bundestagsabgeordneten)
Klicken Sie auf die jeweilige Seite, um sie zu vergrößern.
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Eine Gedenktafel an der ehemaligen „Fürsorgeanstalt“ in Glückstadt
Das ehemalige Marinegebäude wurde 1874 als Anstalt eingerichtet, in welcher hauptsächlich „Landstreicher“ und „Dirnen“ eine auf unbestimme Zeit verhängte „korrektionelle Arbeitshaft“ absitzen sollten. 1925 wurde das Haus umbenannt in „Landesarbeitsanstalt“ und von 1933 bis 1934 wurde es von den Nationalsozialisten als „Wildes KZ“ genutzt. Ab 1943 begann man hier jugendliche Fürsorgezöglinge zur „Arbeitserziehung“ einzuweisen.
Von 1943 bis zur Schließung 1974 war Glückstadt ein Synonym für den härtesten Umgang mit Jugendlichen, die Unglaubliches dort erlitten: Isolationfolter, Zwangsarbeit, Essensentzug, Schläge und sexuellen Missbrauch. Immer und immer wieder wurde von den Landesparlamentariern nach Besichtigung der Anstalt beschlossen, diese umgehend zu schließen, da die Zustände im Hause unhaltbar seien – immer wieder wurde es hinausgezögert und der „Betrieb“ lief ein weiteres Jahr „störungsfrei“ ab. Und die Jugendlichen wurden ein weiteres Jahr gequält, ausgebeutet, unternährt und brutalisiert – und in den Suizid getrieben.
Nun soll – auf Anregung des ehemaligen Zöglings Rolf Breitfeld – am 22.05.2011 um 13:00 Uhre eine Messingtafel am Jungfernstieg 1 in Glückstadt, der Stelle, an der sich die ehemalige Fürsorgeheim befand, angebracht werden:
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IM GEDENKEN AN DIE FÜRSORGEZÖGLINGE DIE IN DEN JAHREN 1943 – 1974 IN DIESER ANSTALT UNTERGEBRACHT WAREN: DIE KORREKTIONSANSTALT WURDE SCHON 1925 IN LANDESARBEITSANSTALT UMBENANNT UND WAR EIN ARBEITSHAUS. 1933 – 1934 WAR HIER EIN SOGENANNTES „WILDES KZ“: NACH DESSEN SCHLIEßUNG WURDEN DIE KZ-WÄRTER; ALLES SA-MÄNNER; VON DER LANDESARBEITSANSTALT ALS WACHTMEISTER ÜBERNOMMEN: AB 1943 WURDEN HIER FÜRSORGEZÖGLINGE IN DAS ARBEITSERZIEHUNGSLAGER GLÜCKSTADT/ELBE EINGEWIESEN. 1949 ERFOLGTE DIE UMBENENNUNG IN LANDESFÜRSORGEHEIM. DIE KZ-WÄRTER UND WACHTMEISTER WURDEN ALS „ERZIEHER“ ÜBERNOMMEN. DIESES HAUS WURDE BIS ZUM 31.12.1974 WIE EIN KZ UND ARBEITSHAUS WEITERBETRIEBEN. IM KZ GLÜCKSTADT GAB ES NACHWEISLICH KEINE TOTEN. IM LANDESFÜRSORGEHEIM WURDEN 6 MENSCHEN IN DEN SUIZID GETRIEBEN UND EINER AUF DER FLUCHT ERSCHOSSEN. |
In einer feierlichen Gedenkstunde wird die Tafel der Öffentlichkeit übergeben. Anwesend sein werden:
Rolf Breitfeld, Initiator der Gedenktafel
Gerhard Blasberg, Bürgermeister von Glückstadt
Prof. Christian Schrapper von der Universität Koblenz und Frau
Frau Dr. Gitta Trauernicht, Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages
Katharina Behrents vom Detlefsen Museum in Glückstadt
Ehemalige aus Glückstadt und anderen Heimen
Kritik an amerikanischem Urteil in Missbrauchsfall
29. Juni 2010
jöb. ROM, 29. Juni. Der Heilige Stuhl sieht keine Prozesswelle aus verschiedenen Ländern auf sich zukommen, in denen Verfahren gegen Priester geführt werden, die sich des Missbrauchs an Minderjährigen schuldig gemacht haben. Einer der Anwälte des Vatikans, Jeffrey Lena, sagte am Dienstag in Rom, nicht nur genieße der Heilige Stuhl als souveräner Staat Immunität. Die schuldigen Priester unterstünden ihren jeweiligen Diözesen und würden von diesen bezahlt. Mit dieser Aussage kritisierte Lena ein Urteil aus Washington, wonach der Vatikan in den Vereinigten Staaten bei Missbrauchsvorwürfen gegen einen Priester zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne, weil der Vatikan letztlich "Arbeitgeber der Priester" sei.
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Nun ist die Katze aus dem Sack! Umsetzung der RTH-Empfehlungen in 3 - 5 Jahren!
In die Bemühungen um Hilfen und Entschädigungen für ehemalige Heimkinder kommt Bewegung. Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen wollen im Mai beraten, wie die Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung umgesetzt werden können, so die FDP-Abgeordnete Sibylle Laurischk gegenüber unserer Zeitung. Sie kündigte zugleich an, es werde eine zeitliche Begrenzung für die Regelung der Ansprüche geben.
Laurischk ist Vorsitzende des Familienausschusses, der sich federführend mit dem Thema befasst. Sie betonte: „Wir streben einen interfraktionellen Vorschlag an und wollen zügig vorankommen. Bis Ende des Jahres muss es ein Gesetz geben, nach dem die Bundesregierung handeln kann.“
Der Runde Tisch Heimerziehung hatte im Dezember die Einrichtung eines Fonds mit einem Volumen von 120 Millionen Euro empfohlen, gespeist je zu einem Drittel vom Bund, den Bundesländern und den beiden großen christlichen Kirchen. Das Geld ist für ehemalige Heimkinder gedacht, die in Kinder- und Jugendheimen der ersten Nachkriegsjahrzehnte geschlagen, schikaniert oder zu Arbeit gezwungen worden sind. Neben der Bezahlung von Traumatherapien werden Rentenausgleichszahlungen vorgeschlagen.
Für die Regelung der Ansprüche wird es nach den Worten von Laurischk eine Begrenzung geben: „Innerhalb eines überschaubaren Zeitraums von vielleicht drei bis fünf Jahren sollten die Maßnahmen abgeschlossen sein. Das ist keine Aufgabenstellung für einen langen Zeitraum. Wir werden eine für alle Beteiligten praktikable Lösung vorschlagen.“
Die Ausschussvorsitzende bestätigte zudem Planungen der Koalitionsfraktionen, auch für Opfer aus ehemaligen DDR-Spezialkinderheimen eine Rehabilitierungslösung zu finden. Auch dazu werde es ein eindeutiges Signal geben. „Auf jeden Fall ist die Situation im Osten ernst zu nehmen und darf nicht bagatellisiert werden.“ Allerdings müssten die Vorgänge in der früheren DDR noch genauer aufgearbeitet werden, ähnlich wie dies für die alten Bundesländer geschehen sei.
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung: http://www.noz.de/deutschland-und-welt/ ... heimkinder
Thema bei REPORT Mainz am 11.04.2011, 21.45 Uhr, ARD
Das Unrecht der Säuglingsheime in den siebziger Jahren
Hunderttausende Babys wachsen in den siebziger Jahren in Säuglingsheimen auf, werden dort vernachlässigt und misshandelt. Träger der Heime waren in den meisten Fällen die Kirchen.
Doch die wollen von einem Schuldbekenntnis nichts wissen. Warum wurde das Unrecht bis heute nicht aufgearbeitet? Das Unrecht der Säuglingsheime in den siebziger Jahren. Warum schweigen die Kirchen?
Link zur Homepage von Report Mainz
Antragsflut am Leipziger Landgericht
Als das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Sommer sein Urteil fällte, hatte es kaum einer wahrgenommen: Deutschlands oberste Richter setzten damals die Zwangseinweisung in DDR-Spezialkinderheime mit politischen Haftstrafen gleich. Und verfügte, dass die Opfer von damals entschädigt werden sollen.
Lieber einen Spatzen in der Hand als eine Taube auf dem Dach?
ist der Titel der Umfrage, die der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH) sowohl über den Postweg als auch im Internet starteten. Es ging bei dieser (nicht repräsentativen!) Umfrage bzw. Abstimmung nur um eine Frage, zu deren Beantwortung es drei Möglichkeiten gab:
Abgesehen von einzelnen Punkten des Abschlussberichtes „Runder Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“, mit denen ich eventuell übereinstimme, teile ich hiermit mit, dass ich die in diesem Bericht festgehaltene Empfehlung an den Deutschen Bundestag zur finanziellen Entschädigung ehemaliger Heimkinder als
O unangemessen ablehne O angemessen akzeptiere O ich weiß nicht
Im Internet hat der VEH auf allen möglichen Seiten und Blogs Links zur Umfrage setzen lassen und hat besonders seine Mitglieder aufgerufen, sich zu beteiligen. Bevor man zur eigentlichen Umfrage kam, musste die Frage beantwortet werden, ob man Heimkind sei oder nicht. Die Umfrage konnte pro Computer nur einmal beantwortet werden.
Mitglieder des Vereins ehmaliger Heimkinder e.V., die über keinen Internetzugang verfügen, bekamen die Umfrage mit demselben Text per Post geschickt mit der Bitte, selbige an den Datenschutzbeauftragten des VEH zurückzuschicken.
Das Echo auf diese Umfrage war erstaunlich hoch: 888 ehemalige Heimkinder und 42 Nicht-Heimkinder haben an der Abstimmung teilgenommen. Mit eindeutigem Resultat:
Die Empfehlungen des „Rundes Tisches Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ werden von den Überlebenden dieses „größten Verbrechens der Bundesrepublik Deutschland“ mit einer vernichtenden Stimmenmehrheit abgelehnt.
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Der Beitrag von Uwe Werner aus Mönchengladbach hat mich dazu inspiriert, Gleiches zu tun. So hatte ich am 28.Februar 2011 ein Gespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten für den Kreis Unna Oliver Kaczmarek in seinem Wahlkreisbüro in Unna.
Der Bericht von Uwe Werner war mir bei der Vorbereitung zu diesem Gespräch eine grosse Hilfe. So konnte ich mir gut eine ganz persönliche Setliste zu den Themen, die ich ansprechen wollte, zusammenstellen und war mir sicher, damit ausgerüstet, nichts Wesentliches vergessen zu können. Danke Uwe. Ich habe alle relevanten Punkte angesprochen und, so denke ich , ein Stückchen Basiswissen zur Geschichte der Heimkinder in den 50er bis 70er Jahren vermitteln können. Herr Kaczmarek war jedoch, durch Mitarbeit in einem Ausschuss, zum Teil zu diesem Thema schon informiert. Er zeigte sich interessiert und war in der Einschätzung der damaligen Unrechtssituation meiner Meinung. Ich denke, dass ich ihn dennoch zu unserem Thema noch etwas mehr sensibilisieren konnte.
Ich sagte ihm, dass ich verstehen würde, dass man als Bundestagsabgeordneter nicht jedes Schriftstück, welches man vorgelegt bekommt, lesen kann, bat ihn aber ganz herzlich, zwei ausgedruckte, von mir mitgebrachte Vorträge von Prof. Dr. Manfred Kappeler zu lesen.
Im Nachhinein schickte ich ihm noch per Mail eine Linkliste zu wichtigen Webseiten, die sich mit unserem Thema befassen, auf welcher natürlich die Seite des VEH-e.V. nicht fehlte, in sein Abgeordnetenbüro nach Berlin.
Das Ganze hat mich so angespornt, dass ich jetzt auch Kontakt zu anderen Parteien bzw. deren Bundestagsabgeordnen aus unserem Kreis suchen werde.
Wolfgang Lenz, Bergkamen
Am Donnerstag den 06.01.2011 hatte ich ein persönliches Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings. Ich hatte ihn um dieses Gespräch gebeten, nach dem der Runde-Tisch-Berlin seinen Abschlussbericht vorgelegt hatte. Dr. Krings ist aus meinem Wahlkreis Mönchengladbach und so suchte ich ihn dann auch im Rahmen seiner Bürgersprechstunde, in der CDU-Geschäftsstelle auf.
Zuerst berichtete ich ihm, dass ich ein Missbrauchsopfer der 50er und 60er Jahre sei und schilderte ihm in Details den Missbrauch, sowie die Zustände in dem Heim Westuffeln.
Seine Mitarbeiterin war bei diesem Gespräch anwesend und machte sich laufend Notizen. Das Entsetzen konnte man an ihrem Gesicht ablesen. Dr. Krings selber blieb sachlich und schüttelte angesichts meiner Schilderung mehrmals mit dem Kopf. Wichtig schien ihm die Frage zu sein, ob es sich um ein kath. oder evang. Heim gehandelt hat.
Ich war davon überzeugt, das Dr. Krings über das Ausmass des Missbrauchs gut informiert war, aber dies nun von einem Betroffenen persönlich zu hören, war für ihn überraschend und das sah man ihm auch an.
Desweiteren schilderte ich ihm, welche Mühen und Kosten ehemalige Heimkinder aufbringen müssen, um als Opfer von Staat und Kirche anerkannt zu werden.
Gleichfalls wie schwierig es ist und einem gemacht wird, an seine eigene Heimakte zu gelangen. Weiterhin, wie schwierig es ist, eine gute Therapiestelle zu finden und wie die Kostenfrage zu klären ist. Ich schilderte ihm, wie viele von uns in schwierigen persönlichen und familiären Verhältnissen leben müssen, weil sie jahrzehnte lang darüber nicht sprechen konnten.
Dann sprachen wir das Thema Entschädigung an, sowie den Abschlussbericht Runder-Tisch und das ich, wie auch der VeHe.V. und das NetzwerkB e.V. diesen Abschlussbericht eine Farce finden, als auch die 120 Millionen Euro Entschädigungssumme, welche im Raume stehen.
Ich teilte Dr. Krings mit, das die 3 Betroffenen am Runden-Tisch, nicht autorisiert waren, für uns alle zu sprechen, ebenso, das sie dem Abschlussbericht nicht in unser aller Namen zustimmen durften.
Ich sprach über die Eingabe einer Petition an den Bundestag, bzgl. der unbürokratischen Herausgabe aller Heimakten und das zum Thema Verjährung eine Klage beim EGfM in Den Haag
vorliegt.
Da der Abschlussbericht Runder-Tisch nun dem Bundestag vorgelegt werden soll, schien es mir wichtig, das die AbgeordnetenInnen vor einer Abstimmung, persönlich betroffen gemacht werden und nicht nur über eine trockene Gesetzesvorlage abstimmen.
Ebenfalls finde ich, dass dadurch die Bemühungen der Opfer-Missbrauchs-Verbände mehr Gewicht erhalten und ernster genommen werden müssen.
Es kostete mir einige Überwindung den hiesigen Bundestagsabgeordneten aufzusuchen, aber ich wollte damit meinen eigenen Beitrag dazu leisten, wenn unser Anliegen im Bundestag behandelt wird.
Wenn alle Ehemaligen und Betroffenen ein gleiches tun und ihren Abgeordneten in ihrer Heimatstadt aufsuchen und unser aller Anliegen schildern, dann kann später keiner sagen, das habe ich so nicht gewusst.
Denn im Falle einer Abstimmung, ist jede(r)Abgeordnete(r) nur ihrem/seinem Gewissen gegenüber verantwortlich und darf sich nicht aus Gründen des Fraktionszwanges aus der Affäre ziehen.
Leistet auch ihr euren Beitrag dazu und konfrontiert unsere VolksvertreterInnen mit den knallharten Fakten des Missbrauchs, Der Kinderarbeit, der körperlichen Züchtigung und der psychichen und physischen Misshandlungen. Macht den Bundestag gleichfalls zu Betroffenen und schildert in einem perönlichen Gespräch den Volksvertretern in eurer Heimat dieses unsägliche Leiden aller ehemaligen Heimkindern.
So verschaffen wir uns Gehör und fordert den Bundestag(Fraktionen) auf, zu diesem Thema eine aktuelle Stunde abzuhalten und vielleicht sogar eine namentliche Abstimmung.
Nur Mut, keiner von uns geht allein.
(Uwe Werner, Mönchengladbach)
Runder Tisch Heimerziehung fällt hinter geltendes Recht zurück
Eine angemessene Entschädigung vieler Heimopfer ist bereits möglich
Berlin. Am Runden Tisch Heimerziehung forderten die Opfervertreter eine Rentenzahlung in Höhe von 300 Euro monatlich. Zu viel, meinten die Experten des Staates und der Kirchen. Ein aktueller Präzedenzfall zeigt jedoch, dass ehemalige Heimkinder schon jetzt eine etwa doppelt so hohe Entschädigungsrente erhalten können. „Der Fall Whiteman gibt uns Hoffnung, dass wir Heimkinder doch nicht mit leeren Händen dastehen werden“, sagte die Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder, Monika Tschapek-Güntner.
Lesen Sie hierzu die
Pressemitteilung der Giordano-Bruno-Stiftung
Hier finden Sie ab sofort Links zu allen Berichten zum Abschlussericht des
Runden Tisches Heimerziehung der 50er und 60er Jahre
+++Kontakt und Hilfen für ehemalige Heimkinder+++
Heinz-Jürgen Kriebel (Serafin), Tel.: 02306 - 9129353
Manfred Koertgen, Tel.: 06646-918498
Roswitha Schnabel, Tel.: 02171-81412
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