VEH e.V. Ehemalige Heimkinder

 Historische Bücher 



Diese Seite wurde zuletzt am 16.05.2012 aktualisiert.


Johann Amos Comenius
Magna Didactica
Die Magna didactica wird gemeinhin als erstes großes Werk der Pädagogik überhaupt bezeichnet. Ihr Autor, Johann Amos Comenius, beschrieb sein Werk als "Didaktik des Lebens", deren Ziel es sei "allen alles zu lehren". Der Hintergrund dieses hohen Anspruches ist in der zeitgenössischen Sichtweise, dass nur ein gebildeter Mensch überhaupt Mensch sei zu suchen. Comenius vertrat damit einen Ansatz deroptimistischen Anthropologie, die in jedem Menschen etwas Gutes sieht und dies generell für ausbau(bildungs-)fähig hält. Parallel dazu sollte die Didactica magna als Leitfaden dienen, um in angenehmer Lernatmosphäre einen hohen Lernertrag bei den Schülern zu erzielen.
(Verfasst: 1627 - 1638)


Jean-Jaques Rousseau
Emil oder Von der Erziehung
Der "Emil" ist ein Epochenwerk, das wegen seiner fundamentalen Bedeutung für unser pädagogisches Menschenbild zum Pflichtpensum aller Lehr- und Erziehungspersonen gehört. Das um so mehr, als es heute - wie bei seinem Erscheinen 1762 - eine erfrischend provozierende Lektüre und in der vorliegenden, flüssigen Übersetzung zudem ein literarisches Ereignis bleiben wird. Die pädagogischen Reformen der letzten 200 Jahre sind nicht denkbar ohne Rousseaus Entdeckung des Kindes. Dieser Herausforderung des pädagogischen Gewissens wird sich auch der heutige Leser nicht entziehen können. Erstveröffentlichung 1762
ISBN 978-3825201159


Johann Heinrich Pestalozzi
Pestalozzi über seine Anstalt in Stans
"Ich meine auch heute, daß der Stanser Brief keineswegs als nur noch historisch interessantes Dokument betrachtet werden kann. Er enthält vielmehr zentrale Fragestellungen und diskussionswürdige sowie diskussionsbedürftige Lösungsansätze für den Aufgabenkreis sittlich-sozialer Erziehung, wie er sich uns heute darstellt: als Erziehung zur Mitmenschlichkeit, zur aufrichtigen Kommunikation und Interaktion, zur verantwortlichen, auf Erfahrung und Einsicht basierenden Handlungsfähigkeit junger Menschen im Feld zwischenmenschlicher Beziehungen." Aus der neuen Einleitung von Wolfgang Klafki.
ISBN 978-3407341075


Janusz Korczak
Wie man ein Kind lieben soll
Er tat Gutes ohne zu überlegen Janusz Korczaks Meisterwerk ist ein Leitfaden für Eltern und Erzieher, die ihre Kinder entdecken wollen. Janusz Korczaks Meisterwerk ist ein Leitfaden für Eltern und Erzieher, die ihre Kinder entdecken wollen. Korzcak war einer der bedeutendsten Pädagogen des vorigen Jahrhunderts - aber er war kein Systematiker. Letztlich postuliert er ein einziges Prinzip, aus dem sich alles Handeln ergibt: das Prinzip der uneingeschränkten Achtung vor Kindern. Diese Achtung, die von uneingeschränkter Liebe getragen war, setzte er um in pragmatische Erziehungsleitlinien. Janusz Korczak, geboren am 22. 7. 1878 als Henryk Goldszmidt, gestorben (vermutlich am 5. 8. 1942 im Konzentrationslager Treblinka, wohin er 200 Kinder des von ihm geleiteten Waisenhauses begleitet hatte. Erstveröffentlichung 1918
ISBN 978-3525315101


Helmut Wiese
Der Fürsorgezögling
Eine erziehungswissenschaftliche Untersuchung 
Erstveröffentlichung 1928


Anna Freiin Elverfeldt Gt von Beverfoerde-Werries
Die Fürsorgeerzieung in Deutschland und den Niederlanden. Ein Vergleich
Vergleichende Studie zur legalen Situation von Kindern in der Bundesrepublik Deutschland und dem Nachbarland Holland.
Erstveröffentlichung 1966


Hanns Scherpner
Geschichte der Jugendfürsorge
Scherpner war Fürsorgewissenschafter und einer der ersten, der sich mit den historischen Zusammenhänge der Entwicklung der Sozialen Arbeit auseinandersetzte, außerdem entwickelte er und forschte er im Bereich der Methodenlehre.
Erstveröffentlichung: 1966


Hermann Wenzel
Fürsorgeheime in pädagogischer Kritik
Eine Untersuchung in Heimen für männliche Jugendliche und Heranwachsende
Erstveröffentlichung: 1970


Peter Brosch
Fürsorgeerziehung: Heimterror und Gegenwehr
Peter Brosch' autobiografischer Bericht seiner insgesamt 18 Heimjahre sowie zwei weitere Berichte. Schwerpunkt liegt bei allen Berichten auf der Strategie der Gegenwehr.
Erstveröffentlichung: 1971


Wolfgang Werner
Vom Waisenhaus ins Zuchthaus
Autobriografischer  Sozialbericht.
Ersterveröffentlichung: 1972


Prodosh Aich, Hrsg.
Da weitere Verwahrlosung droht...
Fürsorgeerziehung udn Verwaltung. Zehn Sozialbiografien aus Behördenakten
Erstveröffentlichung: 1973


Hermann Wenzel
Fürsorgeheime in pädagogischer Kritik
Eine Untersuchung in Heimen für männliche Jugendliche und Heranwachsende. Mit ausführlichem Tabellen- und Fallbeispielmaterial.
Erstveröffentlichung: 1973


Jürgen Roth, Gertrud Zovkic
Heimkinder
Ein Untersuchungsbericht über Säuglings- und Kinderheime in der Bundesrepublik
Erstveröffentlichung: 1973


Uwe Gerber, Hrsg.
Holt die Kinder aus den Heimen. Alternativen zur Heimunterbringung
Referate, Arbeitspapiere und Resolutionen einer Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 13. - 15.11.1972
Erstveröffentlichung: 1974


Andreas Mehringer
Heimkinder
Gesammelte Aufsätze zur Geschichte und zur Gegenwart der Heimerziehung 
Erstveröffentlichung: 1976


Otto Wilfert
Das Erziehungsheim
Beiträge zu Theorie der Heimerziehung
Erstveröffentlichung 1976


Katharina Rutschky, Hrsg.
Schwarze Pädagogik
Quellen zur Naturgeschichte der bürgerlichen Erziehung
Erstveröffentlichung: 1977


Wolfgang Bäuerle, Jürgen Markmann, Hrsg.
Reforrn der Heimerziehung
Ausgewählte Dokumente über die Diskussion über die Heimerziehung 1970 - 1972. Neben der Kritik an der Heimerziehung werden die von verschiedenen Organisationen und Institutionen entwickelten Empfehlungen mit ihren Begründungen ausführlich dargestellt. 
Erstveröffentlichungen: 1978


Alice Miller
Am Anfang war Erziehung
Im ersten Teil des Buches stellt Miller die »schwarze Pädagogik« dar. Damit bezeichnet sie die gewalttätigen Erziehungsmethoden, die im 18., 19. und weit bis ins 20. Jahrhundert hinein dominierten. Im zweiten Teil schildert die Autorin die Kindheiten einer Drogensüchtigen (Christiane F.), eines Diktators (Adolf Hitler) und eines Kindesmörders (Jürgen Bartsch). Durch diese Fallbeispiele, alle drei erschütternde Zeugnisse für die furchtbaren Folgen falscher Erziehung, verhilft Miller ihren Lesern über das intellektuelle Wissen hinaus zu einem emotionalen Wissen. Den dritten Teil widmet Miller dem Unterschied zwischen Schuldgefühlen und Trauer. Ihr Ziel besteht darin, beim Leser nicht primär Schuldgefühle zu wecken, sondern Trauer über das Geschehene auszulösen. Erst diese Trauer ermöglicht das Aufarbeiten der eigenen kindlichen Traumatisierung und durchbricht den Wiederholungszwang, die selbst erfahrene Kränkung an die nächste Generation weiterzugeben.
Miller sieht keinen Sinn darin, Appelle an die Eltern zu richten, ihre Kinder anders zu behandeln. Vielmehr will sie dem Kind im Erwachsenen klarmachen, was ihm in seiner Kindheit zugefügt worden ist. Das Erkennen der Demütigungen der eigenen Kindheit gilt ihr als wichtige »Voraussetzung des mitmenschlichen Fühlens und Verstehens«. Wer sich von den Leiden der eigenen Kindheit emotional distanziert, könne das Kind nicht verstehen.


Erwin Jordan, Gitta Trauernicht, Hrsg.
Ausreißer und Trebegänger
Grenzsituationen sozialpädagogischen Handelns
Erstveröffentlichung: 1981


Elisabeth Trube-Becker
Gewalt gegen das Kind.
Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch und Tötung von Kindern
Erstveröffentlichung: 1982


Dagmar Scherf, Hrsg.
Der liebe Gott sieht alles
Erfahrungen mit religiöser Erziehung
Über die destruktive Autorität der Kirche ist bislang - gerade was die subjektive Betroffenheit angeht - wenig veröffentlicht worden. Die hier zusammengetragenen authentischen Erfahrungs- berichte sind Abrechnungen mit einer religiösen Erziehung größtenteils aus den dreißiger bis sechziger Jahren - einer Sozialisatiön, die jede Regung von Sinnlichkeit, Kreativität, kritischem Denken und Selbstbewußtsein bestrafte oder mißbrauchte - mit oft fatalen Folgen für das weitere Leben.
Erstveröffentlichung: 1984


Hans Dieter Heun
Pflegekinder im Heim
Eine Untersuchung über Anzahl, Ursachen und Auswirkungen abgebrochener Pflegeverhältnisse von Minderjährigen in hessischen Kinder- und Jugendheimen
Erstveröffentlichung: 1984


Alexander Markus Homes (Hrsg.)
Heimerziehung - Lebenshilfe oder Beugehaft?
Mit einem Vorwort von Günter Wallraff
Erstveröffentlichung: 1984


Eva Gehltomholt
Mädchen in Einrichtungen der Erziehungshilfe
„Wenn Mädchen aus der Rolle fallen, trifft sie der Zorn der Gesellschaft“ (Blandow)
Erstveröffentlichung: 1985


Rose Ahlheim, Wilfried Hülsemann, Helmut Kapczynski, Manfred Kappeler, Manfred Liebel, Christian Warzahn,
Falco Werkentin 
Gefesselte Jugend
Fürsorgeerziehung im Kapitalismus
Erstveröffentlichung: 1987


Dieter Sengling, Christian Schrapper, Norbert Neumann
Die Idee der Bildbarkeit
100 Jahre sozialpädagogische Praxis in der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof
Erstveröffentlichung: 1988


Karsten Hanstein
Glückstadt - ein Königstraum hinter Mauern
Bewachen, Strafen, Isolieren. Tradition in Glückstadt
Erstveröffentlichung (Dipl.-Arbeit): 1997


Steffen Hinz
Heimerziehung und Persönlichkeitsentwicklung
- Dargestellt am Beispiel eines Jungen aus einem Kinderheim -
Erstveröffentlichung (Dipl.-Arbeit): 1999


Annette Lützke
Öffentliche Erziehung und Heimerziehung für Mädchen 1945 bis 1975
Bilder "Sittlich verwahrloster" Mädchen und junger Frauen
Erstveröffentlichung (Dissertation): 2002


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