Diese Seite wurde zuletzt am 16.05.2012 aktualisiert.
Neues Stück über Schwarze Pädagogik mit rotem Anstrich
Ulrike Schanko, frühere Intendantin des Rheinischen Landestheaters Neuss und zukünftig Theaterdirektorin in Itzehoe, hat in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) in Torgau ihr neues Theaterstück vorgestellt. Es trägt den anspielungsreichen Titel: „Wer sich umdreht oder lacht“.
Das Stück nimmt eine gegenwärtig andauernde Diskussion auf und thematisiert am Beispiel der Heimerziehung in den Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR, deren politische Verantwortung bei Margot Honecker lag, das in Deutschland, West wie Ost, lange Zeit allgemein und fraglos anerkannte System repressiver Heimerziehung.
Entstanden auf Anregung und im Auftrag des theaterjugendclubs chamäleon, Lutherstadt Wittenberg, wird es in einer Inszenierung von Markus Schuliers (Leiter tjc chamäleon) im Szenenbild von Christopher Melching (Ausstattungsleiter des Theaters der Altmark, Stendal) zur Uraufführung vorbereitet. Die Rolle der M übernimmt Silke Dubilier (Detmold), die des Erzählers Dimo Wendt (Berlin).
Ort der Uraufführung am 3. und 4. Mai 2011 ist die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH), Fischerdörfchen 15, in Torgau an der Elbe.
Weitere Aufführungen sind u.a. in Wittenberg sowie auch an anderen Standorten ehemaliger Jugendwerkhöfe geplant, von denen es in der DDR mehr als fünfzig gab.
(Kontakt: Martina Matussek, Organisationsleitung tjc chamäleon, Lutherstadt Wittenberg. Mailkontakt über tjc-chamaeleon@t-online.de) Links:
www.jugendwerkhof-torgau.de
www.tjc-chamaeleon.de
www.ulrikeschanko.de