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Hier mal ein erster Artikel vom Spiegel. www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,734388,00.html Bericht: Vatikan wollte Missbrauch vertuschen Hier nachlesen www.az-online.de/nachrichten/welt/vatikan-wolltemissbrauch-vertuschen-1086889.html Späte Anerkennung für missbrauchte Heimkinder Stuttgart - Jahrelang haben Helmut Klotzbücher und andere ehemalige Heimkinder um eine öffentliche Anerkennung ihres Leids gekämpft. Nun sind die misshandelten Kinder von einst am Ziel. Der Petitionsausschuss des Landtags will heute in Stuttgart parteiübergreifend eine Entschließung verabschieden, die nur ein Ziel hat: Das Land soll den Opfern von einst helfen - in finanzieller Hinsicht und bei der Aufarbeitung der Skandale von einst. Klotzbücher gehört zu den Opfern von damals. Er ist 13 Jahre alt, als er eines Morgens im Jahr 1953 vom Jugendamt abgeholt und in ein Kinderheim nach Oberschwaben gebracht wird. Das Argument: Weil sich seine Eltern scheiden lassen, sei er im Heim besser aufgehoben. Sehr geehrter Herr Haarmann, mit allergrößtem Entsetzen habe ich Ihren Kommentar in der NDR-Sendung "Priester mit Kinderpornos erwischt" gehört. Sie führen da wörtlich aus: "Es handelt sich ja nicht um Missbrauch. Es ist also keine Person unmittelbar geschädigt worden. (...) Und es ist besonders auch für die Gemeinden besonders enttäuschend, weil sie ja einen Priester haben, der erst seit vier Monaten etwa da ist und jetzt schon wieder abgezogen werden muss."
Fällt dem Sprecher des Bistums dessen Bischof sich noch vor weniger als einer Woche in einem Gottesdienst öffentlich und in Gegenwart der Medien als Geste der Buße vor den Altar legte, wirklich nichts Besseres ein, als in einer Fernsehsendung zu bekunden, Kinderpornografie sei KEIN Missbrauch?
Und eines noch: Ich - und da stehe ich nicht alleine da! - werde alles tun, die Kirche und Menschen wie Sie zu bekämpfen und bloßzustellen!
Heidi Dettinger http://www.ndr.de/flash/mediathek/index.html - Stichwort "Kinderpornos" eingeben und staunen! Sehr geehrte Frau Dettinger, Sie haben Recht! Da will ich auch nichts beschönigen. Es ist mir, leider, erst im Nachhinein deutlich geworden, wie missverständlich meine Äußerung aufgenommen werden konnte. Von mir gemeint war, dass der betreffende Priester in seiner Gemeinde nicht unmittelbar Kinder missbraucht hat. Aber, und da haben Sie vollkommen recht, letztlich sind natürlich Kinder missbraucht worden - und dabei fotografiert und gefilmt worden! Und das hat der betreffende Priester sich auf dem PC angeschaut. In diesem Sinne ist Kinderpornografie unmissverständlich ein Missbrauch. Da gibt es kein Wenn und Aber. Sie können mir glauben, dass ich hier nichts relativieren wollte! Ich bin selbst Vater dreier Kinder und kann mir vorstellen, wie schrecklich ein Missbrauch ist. Zumal ich in diesem Jahr auch mit Personen gesprochen habe, die als Kinder missbraucht worden sind. Frau Dettinger, ich bin selbst sehr unglücklich über die Formulierung und bitte um Entschuldigung, dass sie so geschehen ist. Missverständlich können seine Äußerungen aufgenommen werden? Gemeint war? Nicht relativieren wollte er? Aber so richtig leid taten im die vergewaltigten Kinder wohl auch nicht, denn dazu hat er gar nichts gesagt (ob er auch seine Antwort wieder irgendwie nicht gemeint hat?), nachdem ihm doch die Kirchengemeinden so leid taten... Oh Kirchenvolk, mir graut vor dir!
Auf Seite 6 des Entwurfs heißt es: „Auch der Mitwirkung der Ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie haben den Forderungen der Betroffenen eine unüberhörbare Stimme gegeben. Ihnen ist es besonders zu verdanken, dass der Runde Tisch das erfahrene Leid und das geschehene Unrecht klar benannt hat und konkrete Vorschläge für die Anerkennung des Schicksals der Betroffenen unterbreitet. Der Berichterstattung der Ehemaligen Heimkinder und den darin enthaltenen Unrechtserfahrungen wird geglaubt.“ Diese Aussage, mit der die Ehemaligen Heimkinder am RTH als Experten für die Aufklärung der Heimerziehung der vierziger bis siebziger Jahre anerkannt werden, weckt zu Beginn der Lektüre dieses Textes die Hoffnung, dass die „Forderungen der Betroffenen“ sich zuletzt, nach einem zweijährigen konfliktreichen Arbeitsprozess, doch noch in die „Empfehlungen“ an den Bundestag, die Länderparlamente und die Regierungen aufgenommen werden. Leider wird diese Hoffnung beim Weiterlesen von Seite zu Seite immer mehr frustriert und verliert sich am Ende in eine große Enttäuschung. Lesen Sie hier den ganzen Bericht von Prof. Dr. M. Kappeler Kommentar von Helmut Jacob zum Abschlussbericht des RTH Nun ist es amtlich: „Der Abschlussbericht wird am 17. Dezember 2010 vor der Bundespressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Vorgabe der Bundespressekonferenz ist die Teilnahme von maximal vier Personen auf dem Podium. Es wurde beschlossen, dass die Vorsitzende des Runden Tisches, ein Vertreter der ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch, ein Vertreter für den Bund und die Länder und ein Vertreter für die Kirchen dort Platz nehmen werden.“ So steht es im „Ergebnisprotokoll der 9. Sitzung des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren am 20./ 21. September 2010“. Strafrechtliche Rehabilitierung Ehemalige Heimkinder der DDR haben weiter wenige Chancen auf Entschädigung. Nach einer Umfrage des MDR THÜRINGEN JOURNALS unter den zuständigen Landgerichten im Freistaat, beantragten seit vergangenem Jahr mehrere hundert Betroffene ihre strafrechtliche Rehabilitierung. Jedoch wurde die überwiegende Zahl der bisher verhandelten Fälle abgewiesen. Hier weiterlesen, wie die ehemaligen Heimkinder betrogen werden
Vor dem Tagungsort des "Runden Tisches Sexueller Missbrauch" am 30.09.2010 in Berlin: Betroffene bleiben draußen! (Foto: netzwerkB) Vortrag: Schlimme Erlebnisse im Erziehungsheim Ein außergewöhnlicher Referent ist kürzlich in der Konrad-Zuse-Schule zu Gast gewesen: Das ehemalige Heimkind Heinz Schreyer berichtete den Oberstufenschülern von seinen Erlebnissen in einem Erziehungsheim. Wir fordern Genugtuung Von Eckiger Tisch/ Doku Die Initiative "Eckiger Tisch" verlangt vom Jesuitenorden, dass er den Opfern sexuellen Missbrauchs eine Entschädigung zahlt. Am Wochenende hat die Initiative ihre Forderungen konkretisiert, sie liegen mit rund 80 000 Euro pro Opfer weit über dem Angebot des Jesuitenordens. Dieser hatte den Missbrauchsopfern eine Pauschale von je 5000 Euro in Aussicht gestellt - eine Summe, welche die Sprecher der Opfer als zynisch bezeichnen. Wir dokumentieren einen Auszug aus der öffentlichen Stellungnahme des "Eckigen Tisches" nach seiner jüngsten Zusammenkunft. Nur gemeinsam sind wir stark! Der VEH e.V. schließt sich den Forderungen der Arbeitsgruppe um Frau Djurovic, Frau Fleth, Herrn Dr. Wiegand, Herrn Beuerle, Herrn Beverförden und Herrn Breitfeld an. Kommentar von Helmut Jacob: Die Forderungen liegen auf dem Tisch. In seltener Eintracht haben der „Verein Ehemaliger Heimkinder“, die beiden weiblichen und der männliche Opfervertreter (mit einer Arbeitsgruppe) am „Runden Tisch Heimerziehung“, ihre Forderungen zur Entschädigung und Wiedergutmachung der in den 50er und 60er Jahren begangenen Verbrechen formuliert und miteinander abgestimmt. Spannung steigt: Beschluss zu Heimkindern erwartet Osnabrück/Hannover. Die Spannung und die Nervosität steigen: Wenn der Runde Tisch Heimerziehung (RTH) sich am Montag zum neunten und damit vorletzten Mal in Berlin trifft, geht es nach langwieriger Analyse und Bestandsaufnahme um die letztlich wichtigste Frage: Nach welchem Modell sollen ehemalige Fürsorgezöglinge der 1950er- und 1960er-Jahre entschädigt werden? Wie viel Geld dürfen sie erwarten? Eine monatliche Opferrente von 300 Euro – so lautete unlängst eine Forderung aus dem Kreis der Betroffenen, die unter anderem über Demütigungen, Gewalt, Zwangsarbeit und zum Teil zudem über sexuellen Missbrauch berichtet haben.
Harter Arbeitseinsatz: Diese einst in Freistatt untergebrachten Fürsorgezöglinge mussten im Moor Torf stechen. Nachgelesen im General-Anzeiger Bonn Richard Bongartz: Medinghoven. Neun Kinder. Alle zwischen vier und zwölf Jahre alt. Zurzeit leben sie im Friesdorfer Erich-Kästner-Haus. "In sehr beengten Wohnverhältnissen", wie Klaus Graf, Leiter und Geschäftsführer der evangelischen Jugendhilfe Godesheim mitteilt. Aus verschiedenen Gründen wie familiäre Zerwürfnisse, Erkrankungen der Eltern oder deren Tod könnten sie nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie bleiben. Nun steht ein Umzug nach Medinghoven an. Doch Nachbarn haben Bedenken. Wien zahlt Entschädigungen an Missbrauchsopfer Beträge orientieren sich an Klasnic-Kommission - Bisher 84 Opfer gemeldet - Häupl bat öffentlich um Entschuldigung. Was hinter den Mauern geschah Theodor Samt: Sonntags gab es immer die begehrten zwei Stunden Freiheit. „Freier Ausgang“, so hießen die Sternstunden, die häufig auch als Sanktionen genutzt wurden. In dem 2000-Seelen-Dorf Deckbergen hatten wir die Auswahl zwischen links die Straße rauf und rechts die Straße runter. Nein, kein Kino, keine Einkaufsmeile, kein Jugendclub, nicht einmal ein Bahnhof. Stattdessen Wälder, Felder, Kühe und eine alte Burgruine, frequentiert von Rentnern bei Sahnetörtchen und Kaffee. „Es muss ein Miteinander sein“ Rechtsanwalt Robert Nieporte im Gespräch mit dem hpd TRIER. (hpd) Robert Nieporte ist der Anwalt, der nun die Interessen der ehemaligen Heimkinder vertritt. Der hpd sprach mit dem Juristen über seine Strategie, über das pragmatische Vorgehen von Regierung und Kirche in anderen Ländern, das beharrliche Schweigen der deutschen Kirche, institutionalisiertes Unrecht und welche Anerkennung den Opfern gerecht werden würde. Von den Verbrechen an behinderten Kindern will die Evangelische Kirche nichts hören. „Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und die Lippische Landeskirche haben gemeinsam mit ihrer Diakonie ehemalige Heimkinder zu einer Begegnung eingeladen“, so steht es in einer Pressemitteilung, und weiter: „Damit sollen alle Betroffenen in der Region ein Forum erhalten, in dem sie zu Wort kommen und sich austauschen können. …“ Jugendämter: Alter Wein in neuen Schläuchen WoWi: Frontal 21, moderiert von Hilke Petersen, brachte am 17. August einen Bericht über den Aktionismus von Jugendämtern und den Anstieg der Belegzahlen in Kinderheimen und Pflegefamilien. Um 30% seien die Zahlen der sogenannten Inobhutnahme in den letzten Jahren gestiegen. Der Bericht war wie ein déjà-vu! Wiederholt sich nun die unsägliche Geschichte, die bis in die 60er und 70er Jahren so viel Leid über die Heimkinder gebracht hat und Probleme schuf, mit denen viele ehemalige Heimkinder noch heute zu kämpfen haben? Man möchte es nicht wahrhaben, zumal der Runde Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren doch eine Sensibilisierung für die Probleme der Heimerziehung herbeigeführt haben sollte. Rechtsvertretung für ehemalige Heimkinder! Ich empfehle, davon Gebrauch zu machen. Der Runde Tisch hat es von Beginn an versäumt: Den ehemaligen Heimkinder eine kompetente Rechtsberatung oder gar – Vertretung zur Seite zu stellen. Rechtsanwalt Robert Nieporte aus Trier hat die Rechtsvertretung der ehemaligen Heimkinder für den VeH übernommen und ist bereit, auch die ehemaligen Heimkinder zu vertreten, die nicht Mitglied im VeH sind. Den ganzen Artikel findet man auf Dierk Schäfers Blog Heute in Dierk Schäfers blog: Sagt NEIN!!! Heute bekomme ich von vielen Seiten den Text „Entwurf für den Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung – Zwischen den Zeilen gelesen III“ von Prof. Dr. Manfred Kappeler. Kritik_Endbericht_RTH_Zwischen-den-Zeilen-III Es handelt sich um den auch mir vorliegenden 3. Entwurf des Schlußberichts. Herzlichen Dank, Herr Prof. Kappeler, für die gründliche Arbeit und die nachvollziehbaren Schlußfolgerungen! Sie haben das Unternehmen Runder Tisch nicht nur entlarvt, sondern auch fachlich begründet, warum der Runden Tisch eine Farce ist. Man muß die Aussage von Frau Dr. Vollmer in die Bewertung mit aufnehmen. Wenn Frau Vollmer meint, man dürfe nicht sagen, es habe sich nichts verändert, auch für die Betroffenen, und sie dann nicht mehr nennen kann, als daß diese nun über ihre Vergangenheit sprechen können, dann hat sie selbst offenbart, daß sie als Moderatorin des Runden Tisches völlig versagt hat. Denn der Mut der Betroffenen, über ihre Geschichte offen zu reden, hat ja überhaupt erst die Petition und damit den Runden Tisch in Gang gebracht. Immerhin spricht sie auch von „vollkommener Rechtlosigkeit“ der Betroffenen, ist aber nicht in der Lage, den Rechtlosen zur auch finanziellen Gerechtigkeit zu verhelfen. Sie kann sich also nicht behelfen mit der klassischen Ausrede, was damals recht gewesen sei, könne heute nicht unrecht sein. Sondern es gilt: Was damals unrecht war, wird auch heute weder sanktioniert noch in seinen Folgen gemildert. Vollmer im O-Ton: »Ich glaube, man darf nicht sagen, daß sich nichts verändert hat, auch für die Betroffenen – und viele von denen sind doch aus dieser Mauer des Schweigens herausgekommen und reden über ihre Geschichte und das war, glaube ich, das Allerschlimmste, diese Mischung aus vollkommener Rechtlosigkeit und Ohnmacht und vollkommenem gesellschaftlichen Desinteresse, ja, geradezu Zustimmung der Gesellschaft zu dem, was in den Heimen passiert ist. Und das ist vorbei.« Was tun? Kappeler schreibt: »Der ganze Komplex „II Finanzielle Maßnahmen zu Gunsten einzelner Betroffener“ wird, wenn in der Abschluss-Sitzung nicht noch entscheidende Veränderungen erreicht werden, aus der Sicht der Interessen und Forderungen der Ehemaligen Heimkinder nicht zustimmungsfähig sein. (S.15).« Also wenn in diesem Punkt nicht noch entscheidende Veränderungen erreicht werden, kann es nur heißen: Sagt NEIN! Diese Aufforderung er geht an die Heimkindervertreter am Runden Tisch: Sagt NEIN! Gebt nicht auch noch eure Zustimmung dazu, daß ihr über den Tisch gezogen wurdet. Sagt dem Petitionsausschuß öffentlich, wie sein guter Auftrag durch eine inkompetente Moderatorin und durch die finanziellen Interessen von Staat (Ländern) und Kirchen (und ihren Einrichtungen) pervertiert wurde. Sagt NEIN! Egal was wer wo wie auch immer erzählen mag: Die Pressekonferenz zum Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung findet statt am 13.12.2010 um 10:30 Uhr (offizielle und persönliche Auskunft des Büros von Frau Vollmer!) Somit findet auch unsere alternative Pressekonferenz wie geplant statt am 13.12.2010 um 11:45 Uhr im Pressehaus, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin. Der Vorstand wird ab ca. 9:00 Uhr vor Ort sein und würde sich freuen, möglichst viele ehemalige Heimkinder und/oder SympathisantInnen begrüßen zu können! Ein Weihnachtsmärchen… Es begab sich aber zu irgendeiner Zeit, dass ich auf der Straße überfallen wurde und außer den mir dabei zugefügten Verletzungen (Vergewaltigung, Baseballschläger über den Kopf gezogen) und den nicht unbeträchtlichen materiellen Verlusten (Tasche mit hohem Bargeldbetrag geklaut, außerdem mein ganzer Schmuck und die wertvolle Uhr) noch erhebliche Spätschäden physischer und psychischer Art erlitt. Angeklagter: Och nö, eigentlich möchte ich lieber nichts bezahlen… Und der Alten geht es doch eigentlich ganz gut finanziell – was will die denn? Kommt zur alternativen Pressekonferenz am 13.12.2010 nach Berlin! "Spiegel": Keine generelle Entschädigung für ehemalige Heimkinder Opfer von Gewalt in Kinderheimen sollen in Deutschland nicht generell mit einem Pauschalbetrag entschädigt werden. Das will der "Runde Tisch Heimerziehung" nach zweijährigen Beratungen auf seinem letzten Treffen Ende der Woche offenbar in einem Endbericht festschreiben, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorab. Eine "pauschale Entschädigung" oder eine "pauschale Opferrente" lehnen Staat und Kirchen demnach als "nicht realisierbar" ab. Zahlungen soll es nach "Spiegel"-Informationen nur im Einzelfall geben – Betroffene müssen nachweisen, dass sie sich "in schwierigen Lebenssituationen befinden". Vertreter der Heimkinder hatten eine Opferrente von 300 Euro im Monat oder eine Einmalzahlung von 54.000 Euro gefordert. Dies lehnen vor allem die unionsregierten Bundesländer ab. In Irland sind ehemalige Heimkinder mit durchschnittlich 76.500 Euro entschädigt worden. Einigung wurde bislang nur darüber erzielt, dass Bund, Länder und Kirchen eine gemeinsame Stiftung in Sachen Heimkinder einrichten und je ein Drittel des Stiftungsvermögens bereitstellen. Offen ist aber, wie viel Geld eingezahlt werden soll. Es ist schlicht unmöglich, unglaublich, widerwärtig! Jahrelang haben sich kirchliche und staatliche Einrichtungen an uns bereichert indem sie uns Zwangsarbeit verrichten ließen, haben uns belogen und betrogen um Ausbildung und Beruf, haben uns in eine unerhörte Lieblosigkeit geworfen, uns weggeschlossen wie man Vieh nicht wegschließt, uns sexuell, physisch und psychisch missbraucht, uns gefoltert bis die Knochen splitterten und die Hoden weggebrannt waren! Und jetzt im Alter sollen wir ihnen unsere Einkünfte offenlegen, vor ihnen wieder "die Hosen runterlassen", uns erneut demütigen lassen und zu Kreuze kriechen??? Uns geht es um unser Leben! Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und unsere Forderungen sind wahrhaftig nicht hoch gemessen an dem, was uns angetan wurde. Und nun sollen wir wieder einmal wie Dreck behandelt werden? H. Dettinger UND JETZT ERST RECHT! Kommt zur alternativen Pressekonferenz am 13.12.2010 nach Berlin! Gewalt in Heimen: Stadt Wien entschädigt 32 Opfer 165 Menschen haben sich bisher bei der Stadt gemeldet, weil sie als Kinder in städtischen Heimen misshandelt worden sind. Nun hat die Stadt die ersten Entschädigungszahlungen beschlossen. Wien wird 32 Opfer von Gewalt in städtischen Heimen entschädigen. Das hat Jugendstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) am Freitag in einer Aussendung bekannt gegeben. In einer Ausschusssitzung seien die dafür benötigten Mittel beschlossen worden, diese müssen am 15. Dezember im Gemeinderat abgesegnet werden. Zudem hat die Stadt eine Forschergruppe eingesetzt, welche die Geschehnisse aufarbeiten soll. Die Ergebnisse wurden für März 2012 angekündigt. Gutachten zu Missbrauch im Erzbistum München vorgelegt Rolle von Papst unklar - "Offenkundige Lücken" in den Akten - 159 Priester wegen sexuellen Missbrauchs oder Gewalt auffällig. Im Erzbistum München und Freising sind einem Gutachten zufolge in den Jahren 1945 bis 2009 mindestens 159 Priester wegen sexuellen Missbrauchs oder körperlichen Misshandlungen auffällig geworden. Die tatsächliche Zahl sei aber wahrscheinlich "wesentlich höher", sagte die Rechtsanwältin Marion Westpfahl. Ihre Kanzlei erstellte das Gutachten auf Basis von Akten und Gesprächen mit Mitarbeitern des Erzbistums in dessen Auftrag. Welche Rolle der heutige Papst Benedikt XVI. beim Umgang mit entsprechenden Fällen spielte, konnte das Gutachten nicht eindeutig klären. Weiterlesen (Es werden Wetten angenommen, ob oder ob nicht auch ein Papst stolpern kann...) Die Pressekonferenz zum Abschlussbericht "Runder Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre" ist vorverlegt worden auf Montag, 13.12.2010, 10:30 Uhr .Wir lassen uns nicht abschrecken, Frau Vollmer, und werden dort sein! Abschlussbericht "Runder Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre" Am Lassen Sie uns den Bericht und die von ihm ausgehenden Empfehlungen dort in Empfang nehmen - und Politik, Kirchen und Wirtschaft zeigen, dass wir NICHT mehr die Heimkinder von damals sind, mit denen sie machen konnten, was sie wollten! Nach unseren Informationen wird diese Konferenz live von dem Fernsehsender Phönix übertragen. Vielleicht eine Gelegenheit, dass auch UNSERE Meinung deutschlandweit gehört wird! An alle ehemaligen Heimkinder heute erhielt ich den Anruf eines verzweifelten ehemaligen Heimkindes. Sie hatte beim LVR einen Opferentschädigungsausgleich gestellt, der aber leider abgelehnt wurde. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass sie den sexuellen Missbrauch ihr gegenüber nicht ausreichend beweisen konnte. Natürlich hat diese Frau zuvor versucht, ihre Heimakten zu bekommen, leider ohne Erfolg. Von Karoline Viebahn Hier nachlesen Christian Schrapper im Gespräch mit Joachim Scholl
Ein Telefoninterview des Deutschlandfunks am 12.11.2010 Vom „Zwischenbericht“ des Runden Tisches Heimerziehung zum Entwurf des „Endberichts“ - Zwischen den Zeilen gelesen II -
von Prof. Dr. Manfred Kappeler Der Runde Tisch Heimerziehung (RTH) tagt Anfang Dezember 2010 zum letzten Mal. In dieser Sitzung muss der Abschlussbericht verabschiedet werden. Die Ergebnisse der zweijährigen Arbeit des Gremiums sollen am 17. Dezember in der Bundespressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Missbrauch in DDR-Heimen Erfurt – Etwa 300 mögliche Betroffene haben sich beim Thüringer Arbeitskreis zu den Missbrauchsfällen in ehemaligen DDR-Kinderheimen gemeldet. Noch sei nicht klar, in welchen Fällen es sich wirklich um sexuellen Missbrauch handele, sagte Sozialministerin Heike Taubert (SPD). Der Arbeitskreis, der künftig von Sachsen-Anhalts ehemaligem SPD-Ministerpräsidenten Reinhard Höppner geleitet wird, gehe von einer höheren Dunkelziffer der Missbrauchsfälle aus. Das Gremium habe sich intern einen Zeitraum von zwei Jahren gesetzt, um eine „grobe Skizze der Verhältnisse” in DDR-Kinderheimen zu erstellen. Es sei wichtig gewesen, einen neutralen Vorsitzenden des Arbeitskreises Missbrauch und Misshandlung in DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen zu gewinnen, der keinen Bezug zur DDR-Heimerziehung habe, sagte Taubert. Durch die Berufung von Höppner solle eine tendenzielle Aufarbeitung der sensiblen Thematik verhindert werden. Ministerin: SED-Opferrente auch für DDR-Heimkinder Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Nach der Änderung des Gesetzes zur Rehabilitierung von SED-Opfern haben auch ehemalige Insassen von DDR- Kinderheimen und Jugendwerkhöfen in bestimmten Fällen Anspruch auf eine Opferrente. Darauf wies Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) am Freitag hin. Sie sprach von einem «Gebot der Gerechtigkeit». «Für die Betroffenen macht es keinen Unterschied, ob sie in Gefängnissen oder in geschlossenen Kinder- und Jugendwerkhöfen der DDR ihrer Freiheit beraubt wurden.» Wer mindestens 180 Tage aus politischen Gründen inhaftiert war, kann eine Opferrente von maximal 250 Euro beantragen. Wir kämpfen um unser Recht bis zum letzten Atemzug! Auch wenn einige meinen in ihren Forenbeiträgen wir geben in 2011 auf. Und ein kluger, lesenswerter Kommentar von Helmut Jacob dazu: "Ich verstehe den Vorwurf nicht, man wolle nur Entschädigung und gar keine Aufarbeitung. Was passiert denn seit zwei Jahren? In dieser Zeit wurde doch aufgearbeitet. Jedes Heim, das unter die Lupe kam, war ein Volltreffer in Sachen körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. In jedem Heim wurde gefoltert, in jedem die Menschenrechte unter den Füßen zertreten. Was gibt es da noch aufzuarbeiten? Die bisher festgestellten Verbrechen lassen sich eins zu eins auf andere Heime übertragen. Dort wird es nicht anders zugegangen sein. So kann ich bis zum Beweis des Gegenteils behaupten: Diese Verbrechen geschahen in dieser Zeit in allen Heimen der Bundesrepublik. Es herrschte ein flächendeckendes System der Gewalt mit gleichen Gewalttaten an Kindern und Jugendlichen. Wenn die Täterseite anderer Ansicht ist, so hatte sie zwei geschlagene Jahre Zeit, diese Feststellung zu entkräften. Bisher hat die Täterseite großkotzig von vielen Heimen schwadroniert, die angeblich Horte christlicher Nächstenliebe waren. Den Beweis ist sie schuldig geblieben. Es ist nicht ein einziges Heim namentlich bekannt, in dem in den Nachkriegsjahrzehnten nicht rumgewütet wurde. Allerdings müssen es die Heimopfer ablehnen, dass nun weitere Zeit verplempert und den Rechtsnachfolgern der damaligen Heimträger eingeräumt wird, damit sie nach solchen Heimen fahnden können. Sie haben ihre zwei Jahre nicht genutzt. Fazit: Das Kapitel Aufarbeitung ist erledigt. Gern wird auch immer wieder behauptet, dass die Heimkinder nur „Bares“ wollen. Dieser Unsinn wird auch nicht durch ständige Wiederholungen sinniger. (...)" Runder Tisch Heimerziehung vor dem Scheitern? Die Angst vor dem zweiten Trauma. „Es hat alles keinen Sinn mehr ... Wir erreichen sowieso nichts... Ich mache Schluss.“ Es ist noch nicht lange her, da erhielt Jürgen Beverförden einen alarmierenden Anruf aus einem Dorf im Emsland. Der in Osnabrück lebende Sprecher ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen reagierte sofort und organisierte telefonisch Hilfe für den verzweifelten, mit Selbsttötung drohenden Mann. Denn er wusste: Es ist ein früherer Zögling zweier Kinderheime in Freistatt und Hannover. Und der Mann haderte schon lange mit dem Schicksal: Als Kind war er im Heim missbraucht worden, was ihn bis heute verfolgt – ebenso wie die Tatsache, dass ehemalige Heimkinder immer noch um Rehabilitierung und Entschädigungen kämpfen müssen. Weiterlesen (sehr interessant übrigens auch der Kommentar von Helmut J. - Vielen Dank dafür!) Runder Tisch zur Heimerziehung vor dem Scheitern Sechs Wochen vor dem Ende der Beratungen gibt es keinen Vorschlag für Entschädigungen der ehemaligen Heimkinder. Die Opfer fühlen sich betrogen. Beschlussempfehlung Hier die Beschlussempfehlung an die Landesregierungen: Aus gegebenem Anlass möchten wir klarstellen: Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) mit Sitz in Aachen - auf dessen Seite Sie sich gerade befinden - hat nicht das Geringste zu tun mit dem "Verein ehemaliger Heimkinder Schleswig-Holstein", ins Leben gerufen u.a. von Eckhardt Kowalke. Hier standen ursprünglich Zitate aus zwei e-Mails, die sich mit den Problemen des "Vereins ehemaliger Heimkinder Schleswig-Holstein" auseinandersetzten. Sie standen hier einzig und allein, um die Geschehnisse um die Schleswig-Holsteiner Gruppierung zu erhellen. Um weiteren Missverständnissen oder Unterstellungen, es ginge uns hierbei um das Aufzeigen von Rechtschreibfehlern, vorzubeugen, haben wird diese Zitate wieder entfernt. Journal am Vormittag Deutschlandfunk: Länderzeit Der schwarze Schatten der Vergangenheit- Heimerziehung früher und heute. Die Sendung wurde aufgenommen in Freistatt Haus Moorhort. Gesprächsteilnehmer u.a.: - Dr. Antje Vollmer Moderation: Jürgen Wiebicke Baden Württemberg katholische Heime.
Heute (6.12.2010) erreichte uns ein Anruf von einem verzweifelten und wütenden ehemaligen Heimkind. Er gab an, dass er genau so, wie von Herrn Scheuring geschildert, vorgegangen sei. An einem bestimmten Punkt seiner Recherchen jedoch habe er deutlich das Gefühl gehabt, eingelullt zu werden.
Als er auf weitere Aufklärung drängte, wurde er wiederum bedrängt, die ganzen Sachen fallenzulassen. Der von ihm angegebene Priester sei befragt worden aber offensichtlich sei nichts dran an der ganzen Sache. Da unser Informant sich nicht ruhig stellen lassen wollte, werde er seither mit Unterlassungsklagen von Seiten des Weihbischofs Uhl bedroht. Was lernen wir daraus? Als ehemaliges Heimkind, als "Betroffener" und als Überlebender ist man auf jeden Fall gut beraten, wachsam, aufmerksam und mit einer gehörigen Portion Misstrauen ausgestattet zu sein! Kein Leben, eher Leiden Das Thema Kindesmissbrauch ist seit Monaten in den Schlagzeilen, bisher ging es meistens um sexuelle Vergehen. Nun melden sich ehemalige Heimkinder und berichten, wie sie gequält wurden. Der Landtag hat sich eingeschaltet. Den ganzen Artikel und die dazu erschienenen Kommentare lesen Das Ergebnisprotokoll der 9.Sitzung des RTH Hier nachlesen oder runterladen Die letzte Mitgliederversammlung fand am 25./26. Juni 2011 in Mainz, Erbacher Hof statt. ![]() |
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